Gewicht optimieren

Teil 11: Essen als Belohnung und Trost

Beim 11. Teil meiner Blogserie zum Thema Abnehmen geht es um Belohnung und Trost. Leider wird uns oft schon in frühen Kindheitstagen solches in die Wiege gelegt. Viel Spaß beim lesen!

 

Belohnung und Trost

Belohnst du dich selbst mit Essen? Vielleicht weil du etwas Tolles geschafft hast, vielleicht sogar, wenn du ein Gewichtsziel erreicht hast? Dann solltest du dich fragen, ob du ein Hund bist?! Hunde werden bei der Erziehung mit Leckerlis belohnt, in der Regel etwas Besonderes zu essen. Bei uns Menschen ist diese Form der Belohnung nicht notwendig, du kannst dich wenn nötig mit ganz vielen anderen Dingen belohnen, je nach Ziel ggf. mit einem Buch, einer DVD oder vielleicht einem kleinen Urlaub.

Oft wird bereits in der Erziehung der Grundstein für „Essen als Belohnung“ gelegt. War das vielleicht bei dir auch so? Als kleines Kind hast du etwas Besonderes geschafft? Toll, hast dir einen Lolly verdient! In der Schule eine gute Note gehabt? Super, bekommst ein Stück deines Lieblingskuchens dafür. Solltest du Kinder haben, mache dir Gedanken, ob du diese schon so erziehst und Alternativen überlegen! Dieses antrainierte Verhalten kann im Erwachsenenalter die eine oder andere Speckrolle mit sich bringen, dabei ist es nur etwas Psychologisches. Bist du dir erstmal bewusst, dass du vielleicht ein solches Verhalten antrainiert hast, kannst du auch bewusst dagegen ankämpfen.

Genauso verhält es sich mit „Essen als Trost“. Kennst du die Szene: Ein Kleinkind stolpert beim Rennen und fängt an zu weinen. Die Eltern trösten das Kind mit etwas Süßem, wie Bonbons, Lollys, oder ähnlichem. Wenn sich das über Jahre hinweg zieht, kann es im späteren Alter natürlich ebenso der Fall sein, dass du dich mit Süßem tröstest und damit bewusst oder unbewusst zu viele ungesunde Kalorien zu dir nimmst. Im Erwachsenen Alter gibt es ebenfalls immer wieder negative Dinge. Sich dann mit einer Tüte Chips, einer Tafel Schokolade o.ä. zu trösten, wird dir bei deinem Ziel nicht helfen! Hier gilt ebenfalls: Analysiere dein Verhalten! Trifft das auch auf dich zu, suche dir gezielt Alternativen.

Auch hierbei hilft es das bereits erwähnte Ernährungsprotokoll zu führen. Ich empfehle hierfür eine eigene Spalte „Bemerkungen“ einzuführen. Schreibe dir bei allem, was du isst die Gelegenheit, den Grund oder eine andere Bemerkung dazu, warum du gerade da dieses Nahrungsmittel zu dir genommen hast. Steht am Ende einer Woche mehrmals dabei „schlecht gefühlt“ oder „Aufgabe erledigt“ sind das Zeichen dafür, dass du dich mit Essen tröstest bzw. belohnst.

 

HIER findest du den 1. Teil der Blogserie.

Veröffentlicht in Allgemein, Ernährung, Info.