Beerenzeit und Krebsvorsorge

Beerenzeit
Gesund essen, gesund bleiben
Selbst in diesem bisher sehr wechselhaften Sommer dürfen wir uns an den duftenden und köstlichen Beeren erfreuen. Die Erdbeerzeit liegt bereits hinter uns. Aber die aromatische Farbpalette verschiedener Beeren bleibt uns noch viele Wochen erhalten.
Die leuchtenden Farben haben es in sich. So auch das Orange und die verschiedenen Blautöne , sie alle enthalten die gesundheitsfördernden Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe der Beeren sind von größter gesundheitlicher Bedeutung. Also genießen und nochmals genießen und nochmals, usw.

Polyphenole : Die Ellagsäure
Unter allen phytochemischen Wirkstoffen, die in Beeren enthalten sind, ist die Ellagsäure wohl der Bestandteil mit der größten krebshemmenden Wirkung.

Die krebshemmenden Eigenschaften der wichtigsten Lieferanten von Ellagsäure, Erdbeeren und Himbeeren, wurden sowohl an im Labor kultivierten Krebszellen untersucht als auch an Versuchstieren, die krebserregenden Substanzen ausgesetzt worden waren: Erdbeer-, wie Himbeerextrakte können das Wachstum von Tumorzellen stören, und diese Wirkung hängt direkt vom Polyphenolgehalt der Früchte und nicht von ihrer antioxidativen Wirkung ab. (Beliveau, Gingras 2005)
(Quelle: deutsche Krebsgesellschaft)

Wirkung im Körper
Ellagsäure ist ein wirksames, antimutagenes und antikarzinogen Phytotherapeutikum, das eine karzinogene Bindung an die DNA verhindert und das Bindegewebe stärkt, um damit möglicherweise die Ausbreitung von Krebszellen anzuhalten.
Eine Krebs- und Tumor-Entstehung wie auch Verbreitung kann gehemmt werden und die Ellagsäure dient zum Schutz gesunder Zellen während der Bestrahlung und Chemotherapie (Falsaperla et al. 2005). Ellagsäure wirkt als Radikalfänger und greift chemisch in Krebs erregende Stoffe ein oder macht zytotoxischen Substanzen inaktiv.

Vorkommen und Konzentration
Verschiedene Konzentrationen von Ellagsäure wurden in Erdbeeren (630 ug/g), Himbeeren (1500 ug/g), Brombeeren (1500 ug/g), Nüsse (590 ug/g), Pekannüsse (330 ug/g), und Preiselbeeren (120 ug/g) gefunden.
Der höchste Gehalt an Ellagsäure im Zellstoff (95,7 %) fand man in Erdbeeren, der Rest ist im Samen enthalten. Die Samen von Himbeeren haben eine Konzentration von 87,5 % Ellagsäure, während das Fruchtfleisch 12,2 % Ellagsäure enthält (Amakura et al. 2000)
Schutz durch Gemüse und Obst
Basis für eine gesunde Ernährung sollten pflanzliche Lebensmittel sein. Obst und Gemüse können das Risiko einer Krebsentstehung verringern und schützen gleichzeitig vor vielen anderen Krankheiten. Die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt, während des ganzen Jahres über täglich rund 600 Gramm Obst und Gemüse, verteilt auf fünf oder mehr Portionen, zu verzehren

Mehr als 250 epidemiologische Studien haben erwiesen: Hoher Konsum von Gemüse und Obst geht mit einem niedrigeren Krebsrisiko einher. Das gilt insbesondere für Lunge, Mund und Rachen, Speiseröhre, Magen, Darm und Rektum sowie Bauchspeicheldrüse.
Für weitere Krebsarten, u.a. Blasen-, Brust-, Gebärmutterhals-, Kehlkopf- und Schilddrüsenkrebs, hält der World Cancer Research Fund Obst und Gemüse als risikosenkend für möglich bzw. wahrscheinlich.

Gemüse und Obst enthalten zahlreiche potenzielle Antikarzinogene, die sich ergänzen. Ferner erhärten sich die Hinweise, dass der Verzehr größerer Mengen sich auch bei anderen chronischen Erkrankungen risikomindernd auswirkt.
Die kontinuierlich niedrigen Raten vieler Krebsarten in südeuropäischen Ländern führen Experten auf die mediterrane Küche zurück, u.a. wegen ihres hohen Anteils an Obst und Gemüse.
Der World Cancer Research Fund und das American Institute for Cancer Research empfehlen, sieben Prozent oder mehr der gesamten Energieaufnahme in Form von Gemüse und Obst zu sich zu nehmen.
Die Macht der sekundären Pflanzenstoffe
( z.B. Polyphenole), Vitamine und andere Vitalstoffe in Beeren)

Erdbeeren sind reich an Folsäure, Vitamin C, Kalium und Mangan. Einige ihrer Gerbstoffe wirken entzündungshemmend und antibakteriell.

Heidelbeeren können durch ihre Phenolsäuren und Carotinoide bei Verdauungsstörungen helfen, entwässernd wirken und Infektionen vorbeugen. Sie sind reich an Vitamin C. Der Gerbstoff Tannin kann die Schleimhautbildung hemmen und Bakterien abtöten.

Himbeeren enthalten Phenolsäuren, von denen eine tumorhemmende Wirkung vermutet wird. Sie werden in der chinesischen Naturmedizin bei Sehbeschwerden verschrieben und sind auch sehr reich an Vitamin C. Sie wirken entwässernd.

Johannisbeeren sind neben ihren Flavonoiden (tumorhemmende Wirkung vermutet) großzügige Lieferanten von Vitamin C. Sie sind kalorienarm und sehr nährstoffreich.

Kirschen (Steinfrucht) enthalten Flavonoide (tumorhemmende Wirkung vermutet) sowie viel Vitamin C, Folsäure, Kalzium, Eisen und Kalium.

Weintrauben enthalten alle B-Vitamine (außer B 12), Folsäure, Vitamin C, Mangan, Magnesium und Kalium. In den roten und blauen Trauben sind viele Flavonoide, die für eine mögliche Abwehr von Krebs und Herzinfarkt stehen.

Quelle: Dr. Rudolph GmbH

Veröffentlicht in Ernährung.